Von Gerhard Schneider, 10.08.2010

Kleinunternehmer: Der Kampf ums Überleben hat begonnen

Grund: Die geburtenschwachen Jahrgänge. 2010 gab es rund 3 % weniger Schulabgänger als noch 2009. Und das ist erst der Anfang. Der Nachwuchsmangel wird sich zu einer dramatischen Gefahr ausweiten – vor allem für kleinere Unternehmen, die in den Augen der guten Bewerber nicht so attraktiv sind wie große, bekannte Arbeitgeber.

Das Werben um die guten Schulabgänger hat begonnen

Wer das Überleben seinen Unternehmens sichern will, muss sich deshalb ab sofort verstärkt um das Mitarbeitermarketing kümmern. Das Werben um die guten Mitarbeiter und um die guten Schulabgänger hat begonnen. Ein wichtiger Punkt dabei: Ihre Strategie und Ihr Verhalten im Vorstellungsgespräch. Ist es Ihnen gelungen einen vielversprechenden Kandidaten zum Gespräch einzuladen, warten Gefahren:

  • Gefahr 1: Ihnen gelingt es nicht, umworbene Mitarbeiter beim Kennenlernen im Vorstellungsgespräch von den Vorzügen Ihres Unternehmens und der ausgeschriebenen Position zu überzeugen.
     
  • Gefahr 2: Sie schaffen es zwar, den Mitarbeiter für Ihr Unternehmen zu gewinnen, er sieht die Anstellung aber von vornherein nur als kurze Zwischenstation oder Sprungbrett zu seinem wahren Traumjob.

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„Wo bitteschön sollen wir denn noch suchen?“

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Mit dieser Frage umschiffen Sie Gefahr 1:

Nutzen Sie Test-Fragen – zum Beispiel eine Frage wie diese:


„Wenn Sie bei uns anfangen würden, was wäre Ihnen dann besonders wichtig?“


Sie erfahren so, was sich der Bewerber von seiner Arbeits- oder Lehrstelle wünscht, und haben dann die Gelegenheit, im weiteren Gespräch genau diese Punkte herauszustellen.?Und Sie können – ggf. bis zum zweiten Gespräch – die Stelle oder die Konditionen so modifizieren, damit sie den Vorstellungen des umworbenen Mitarbeiters entspricht.

Mit dieser Frage umschiffen Sie Gefahr 2:

Stellen Sie im Bewerbungsgespräch immer auch eine Frage wie diese:


„Was hat Sie dazu bewogen, sich bei uns zu bewerben?“ Oder: „Warum wollen Sie gern bei uns arbeiten?“


Hier gibt es zwei Arten von Antworten: Entweder erschöpft sich der Bewerber in Allgemeinplätzen, Floskeln und Standards, die auf jedes Unternehmen passen würden. Das ist ein klarer Hinweis darauf, dass er kein wirkliches Interesse an der Stelle hat. Wenn er den Job trotzdem annimmt, ist er bei nächstbester Gelegenheit wieder weg.


Oder aber: Der Bewerber gibt Antworten, die sich konkret auf Ihre Produkte, Ihre Kunden oder die spezifische Situation Ihres Unternehmens beziehen. Solche Antworten zeigen, dass er sich mit der zukünftigen Arbeit und Ihrem Unternehmen auseinandergesetzt hat. Er hat sich informiert, was auf ihn zukommt, und ist offenbar zu dem Schluss gekommen, dass dies zu ihm passt.

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