Kleinunternehmer: Steuern sparen mit Anschaffungen und der degressiven Abschreibung
Höchste Zeit, dass Sie sich wieder an Ihren Jahresabschluss 2009 machen – Abgabetermin ist der 31.5.2010 (wenn Sie keine Fristverlängerung nutzen). Wer bis zum letzten Moment wartet und den „lästigen Papierkram“ auf den letzten Drücker erledigt, riskiert Fehler und zu hohe Steuerzahlungen.
Wenn Sie sich jetzt in Ruhe an die Arbeit machen – vielleicht am verregneten Wochenende stellen Sie sicher, dass Sie nichts übersehen – und vor allem Steuerersparmöglichkeiten nutzen, die es in diesem Jahr zum ersten Mal gibt. Hier ist so eine:
Kleinunternehmer: Die degressive Anschreibung (degressive AfA)
Zugegeben, ganz neu ist sie nicht. Mit dem Konjunkturpaket ist sie befristet für die Jahre 2009 und 2010 wieder eingeführt worden, nachdem Sie erst 2007 abgeschafft worden war. Sie beträgt 25 % und höchstens das Zweieinhalbfache der linearen Absetzung für Abnutzung und kann für betriebliche Anschaffungen ab 1.000 € geltend gemacht werden.
Kleinunternehmer: So kalkulieren Sie mit der degressiven Abschreibung
Degressive Abschreibung bedeutet Absetzung für Abnutzung in fallenden Jahresbeträgen. Zu Beginn eines Abschreibungszeitraums können Sie also höhere Beträge abschreiben als in späteren Jahren. Das hat zur Folge, dass Sie zu Beginn der Nutzungsdauer mehr abschreiben und den Gewinn dadurch stärker drücken können. Im Gegensatz dazu können Sie bei der linearen Abschreibung nur einen jährlichen Betrag abschreiben, der über die gesamte Nutzungsdauer gleich bleibt.
Kleinunternehmer: So ermitteln Sie die Anschaffungskosten
Ausgangsbasis ist der Rechnungsbetrag. Nachträgliche Anschaffungskosten, wie z.B. Verbesserungen und Umbauten, erhöhen die Anschaffungskosten. Skonti, Boni, Rabatte usw. mindern hingegen die Anschaffungskosten. Neben dem eigentlichen Kaufpreis gehören alle Aufwendungen zu den Anschaffungskosten, die einzeln dem Anschaffungsvorgang zugerechnet werden können. Hierzu zählen die Nebenkosten des Anschaffungsgeschäfts und Kosten der Ingebrauchnahme. Wählen Sie die degressive Abschreibung für 2009 gekaufte Wirtschaftsgüter, dann errechnen Sie die Abschreibungsbeträge jeweils mit einem festen Prozentsatz vom jeweiligen Restbuchwert. Folge: Anfangs sind die Abschreibungsbeträge höher, nehmen aber in den Folgejahren ab. Gegenüber der linearen Abschreibung ergibt sich dadurch in den ersten Jahren häufig ein steuerlicher Vorteil. Das heißt Sie sparen schneller Steuern und gewinnen dadurch Liquidität.
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