Von Günter Stein, 10.01.2012

Prozessgrafik: So erkennen Sie mögliche Schwachstellen auf einen Blick

Diese Technik hat 2 bedeutende Vorteile: 

  • Sie machen sich ein Bild von dem jeweiligen Prozess und erhalten besser den Überblick. 
  • Anhand einer Prozessgrafik können Sie Vorgänge und Maßnahmen besser erläutern. Die Zusammenhänge werden dem Mitarbeiter deutlicher als in einer verbalen Beschreibung.

Das geeignete Werkzeug für die Visualisierung ist ein PC. Dadurch stellen Sie sicher, dass die Grafiken und Symbole ein gleich bleibendes Erscheinungsbild haben. Eine Handzeichnung lässt sich außerdem nachträglich nicht mehr neu aufteilen.

Sie benötigen folgende Programmanforderungen:

  • Grafiken für die einzelnen Funktionen,
  • Symbole für Aktionen,
  • Textfelder,
  • Hyperlinks für weiterführende Informationen sowie
  • Verbindungen (Konnektoren).

Bei Konnektoren handelt es um spezielle Verbindungen, die Sie z. B. zwischen 2 Grafiken erstellen können. Wenn Sie nun eine Grafik verschieben, bleibt der Konnektor trotzdem mit dem Objekt verbunden. Diese Anforderungen erfüllt auch eine preisgünstige Software wie ein Diagramm-Designer oder Office-Programme.

Praxis-Tipp: Geben Sie in einer Suchmaschine im Internet die Begriffe Zeichenprogramm, Diagramm-Designer, Grafikprogramm, CAD ein, erhalten Sie eine Vielzahl dieser Programme - auch kostenlose.

Prozessgrafik Typ 1: Stellen Sie die Bewegungsabläufe dar

Um einen Arbeitsplatz z. B. für die Ausführung von Reparaturen zu optimieren und Schwachstellen aufzudecken, ist die Darstellung des Bewegungsablaufs sehr hilfreich.

Die nummerierten Pfeile stellen die Bewegungen des Mitarbeiters in der Reihenfolge des Arbeitsablaufs dar. Die nächsten Darstellungsformen dienen der Materialbewegung oder der Beschreibung des Arbeitsablaufs selbst.

Praxis-Tipp: In vielen Grafikprogrammen können Sie auch als Hintergrundgrafik ein Foto einsetzen. Wenn Sie mit der Digitalkamera den Arbeitsplatz von oben fotografieren, lassen sich Entfernungen, Hindernisse etc. noch realistischer erkennen.

Prozessgrafik Typ 2: Materialflussgrafik zur Verkürzung von Wegstrecken

Ersatzteile legen in einem Betrieb oft lange und verschlungene Wege zurück. Für die Darstellung dieser Materialflüsse platzieren Sie zunächst alle Orte im ungefähr maßstäblichen Abstand und in tatsächlicher Lage zueinander und verfolgen dann den Weg. So erkennen Sie schnell mögliche Optimierungspotenziale.

Prozessgrafik Typ 3: Ablaufdiagramme zur Visualisierung von Reparaturabläufen

Das Ablaufdiagramm (auch Flussdiagramm genannt) eignet sich ideal für die Beschreibung von Reparatur- und Wartungsprozessen. Ihr Mitarbeiter kann sich auf jeden einzelnen Schritt konzentrieren und erhält nur die Informationen, die er benötigt. Verwenden Sie dazu standardisierte Symbole wie in der folgenden Grafik.

Praxis-Tipp: Wenn Sie Hyperlinks in der Grafik verwenden, können Sie auf Folgeprozesse weiterleiten: So ist durch den Klick auf den Arbeitsschritt „Lager erneuern“ ein neues Ablaufdiagramm aufzurufen.

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