Von Günter Stein, 03.05.2011

Externe Wareneingangsprüfung: Was bedeutet die Prüfung durch externe Labors?

So können Maßprüfungen beispielsweise von einem externen Messlabor durchgeführt werden.

Sie bleiben auch bei externer Wareneingangsprüfung in der Verantwortung

Dabei sollten Sie allerdings die gesamten Aufgaben des Qualitätsmanagements im Hinterkopf behalten. Denn der externe Dienstleister übernimmt „nur“ Ihre Funktion der Wareneingangsprüfung, während Sie aber weiterhin als Hersteller des Produktes auftreten. Als Hersteller tragen Sie daher weiterhin die Verantwortung sicherzustellen, dass die Produkte die Beschaffungsanforderungen erfüllen.

Folgende Voraussetzungen sollten Sie für die Wareneingangsprüfung festlegen

Solche Konstellationen sind in der Praxis eher die Ausnahme und erfordern folgende Festlegungen:

  • Sie müssen in der Prüfspezifikation die Prüfmerkmale und die Toleranzen definieren
  • Legen Sie den Prüfumfang fest
  • Beachten Sie die Messmittelfähigkeit und die Zuverlässigkeit der Messmittel und Prüfeinrichtung
  • Schauen Sie auch auf die Qualifikation des Personals
  • Entwickeln Sie angemessene Kriterien, mit denen Sie die Lieferanten beurteilen.

Verteilen Sie die Aufgaben der Wareneingangsprüfung

Neben der Festlegung dieser „harten“ Kriterien gibt es aber noch weitere maßgebliche Fragen:

  • Wie stellen Sie sicher, dass die Festlegungen eingehalten werden? Wie regelmäßig auditieren Sie das Messlabor?
  • Wie informieren Sie oder das Messlabor Ihren Lieferanten im Falle der Ablehnung?
  • Wer stellt Anträge auf Sonderfreigabe, wenn die Produkte grenzwertige Ergebnisse zeigen?
  • Welche Kompetenzen werden dem Messlabor in der Zusammenarbeit mit dem Lieferanten eingeräumt?
  • In welchem Zeitrahmen sind die Prüfungen durchzuführen? Was kann getan werden um die Durchlaufzeiten zu minimieren?

Nach der Zusammenstellung aller Erfordernisse an eine externe Wareneingangskontrolle ist ein Kostenvergleich mit der bisherigen internen Wareneingangskontrolle unerlässlich.

Ähnliche News
Qualitätsmanagement, 10.01.2012 Ausschussquote senken: Synchrone Produktionssysteme (SPS) verbessern die Qualität auch bei kleinen Loszahlen

Sollte SPS auch in Ihrem Unternehmen eingeführt werden, hat das für Sie als Qualitätsmanager viele Vorteile: Mit SPS verkürzen Sie die Durchlauf- und Lieferzeiten, verbessern die Qualität von Prozessen und Produkten, bauen Lagerbedarf ab und steigern die Produktivität. Eine ideale SPS-Produktion arbeitet ohne jedes Lager. ...

Qualitätsmanagement, 10.01.2012 QM-Handbuch: So erstellen Sie eine übersichtliche Gliederung

Das Qualitätsmanagement (QM) aus der einschlägigen Beraterliteratur geht oft an der Praxis in Ihrem Unternehmen vorbei? Die Tipps aus Ihrer letzten Fortbildung sind sicher richtig, aber wenn Sie mit Ihren Kollegen aus anderen Abteilungen reden, dann merken Sie doch, dass jeder ein anderes Verständnis von Qualitätsmanagement hat. ...

Qualitätsmanagement, 10.01.2012 FMEA: So ermitteln Sie Fehlerquellen und steigern die Qualität

Die Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA) ist eine Methode aus dem Qualitätsmanagement bzw. der Qualitätssicherung. Wenn Sie für Ihre Arbeit die gleichen Maßstäbe anlegen wie bei der Fertigung eines Produktes, dann stehen Ihnen alle Möglichkeiten des Qualitätsmanagements zur Verfügung. ...

Kommentare

 
Bitte füllen Sie alle mit * gekennzeichneten Felder aus!