Qualifiziertes Fachpersonal bleibt ungenutzt
Schon vor zwei Wochen schrieb ich, dass uns das Thema Ingenieurmangel nicht loslässt. Dass ich damit mitten ins Schwarze getroffen habe, zeigen einige Zuschriften, die ich von Ihnen bekommen habe und die alle mehr oder weniger denselben Tenor haben: Qualifiziertes Personal sei vorhanden, es werde nur nicht genutzt.
Ältere Fachleute werden nicht berücksichtigt
Ein Hauptgrund für die Misere sei, dass hochqualifizierte Fachleute ab 50 Jahren bei Einstellungsverfahren nicht berücksichtigt würden: Zum einen, weil sie als zu alt angesehen werden, zum anderen weil sie zu teuer seien.
Fixierung auf Noten und Abschlüsse
Zudem werde zu sehr auf Abschlüsse und Noten statt auf praktische Fähigkeiten, Erfahrung und Motivation geschaut. Und für Stellen, für die früher ein Meistertitel ausgereicht hätte, bräuchte man heute einen Ingenieurstitel. Was soll ich sagen? Ich kann diesen Analysen, die auf der praktischen Erfahrung der Schreiber beruhen, nur zustimmen. Das Problem ist – jedenfalls zu einem großen Teil – hausgemacht. Die „Integration älterer Mitarbeiter“ – wie man es so schön nennt – mache ich ja selbst immer wieder zum Thema dieses Newsletters und hoffe, damit bei Ihnen nicht auf taube Ohren zu stoßen. Mit Erfolg, wie mir angesichts Ihrer Zuschriften scheint.
Die Einstellung der Personalverantwortlichen muss sich ändern
Ändern wird sich aber nur etwas, wenn sich die Einstellung und die Praxis der Personalverantwortlichen auch tatsächlich ändern. Alles andere bleiben Lippenbekenntnisse ohne Wirkung. Schreiben Sie mir doch einmal über Ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit frisch eingestellten älteren Mitarbeitern oder anderen Kollegen, die aus dem normalen Einstellungsschema herausfallen.
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