2010 Höchststand beim Ingenieurmangel
Der Ingenieurmangel lässt uns nicht los – alle paar Wochen gibt es eine neue Hiobsbotschaft zum Thema. Nach neuesten Berechnungen des VDI erreichte der Mangel an Ingenieuren 2010 mit durchschnittlich 35.900 fehlenden Fachkräften einen neuen Höchststand.
Angeführt wird die Statistik von Maschinen- und Fahrzeugbauingenieuren, von denen es durchschnittlich 15.500 weniger gab, als gebraucht wurden, gefolgt von Elektroingenieuren mit 9.500.
Über 3 Mrd. Euro Verlust durch Fachkräftemangel
Der Verlust für die Wirtschaft, der sich durch den Fachkräftemangel ergibt, wird auf 3,3 Milliarden Euro geschätzt. Ich bin bei solchen Zahlen ja immer ein bisschen vorsichtig. Irgendein kluger Kopf hatte vor einigen Jahren einmal alle Verlustberechnungen dieser Art aus einem Jahr zusammengerechnet; dabei kam ein Mehrfaches des bundesdeutschen BIP heraus… Nichtsdestoweniger ist klar, dass der Fachkräftemangel einen nicht unerheblichen wirtschaftlichen Schaden verursacht, der in den nächsten Jahren noch größer werden wird. Schon in diesem Jahr soll sich die Ingenieurslücke fast verdoppeln.
Lösung für Ingenieurmangel nicht in Sicht
Eine Lösung des Problems ist erst einmal nicht in Sicht. Zwar steigt die Absolventenzahl in den Ingenieurswissenschaften, allerdings nicht schnell genug. Benötigt wird also eine neue Strategie, um das Interesse an und das Verständnis für Technikberufe bereits in der Schule zu erhöhen. Das wird allerdings schon seit mehreren Jahren gefordert, geschehen ist bislang nichts.
Politik setzt Wettbewerbsfähigkeit aufs Spiel
Wenn Sie mich fragen, wird sich das auch in nächster Zeit kaum ändern. Aktuell sind die Regierenden zu sehr mit sich und den Themenschwerpunkten Japan, Lybien und Landtagswahlen beschäftigt. Auf lange Sicht kann hierdurch die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands allerdings nachhaltigen Schaden nehmen. Anscheinend wird dieses Risiko billigend in Kauf genommen.
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