Von Günter Stein, 02.02.2012

Mitarbeiterführung: So setzen Sie im Gehaltsgespräch Ihre Vorstellungen um

Sie sind auf dem besten Weg, in diesem Jahr trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen gute Ergebnisse mit Ihrem Team zu erzielen? Dann sollten Sie sich schon jetzt damit auseinandersetzen, wie Sie im letzten Quartal ein erfolgreiches Gehaltsgespräch mit Ihrem Vorgesetzten führen können. Rezessive Zeiten werden gern als Vorwand genommen, um die Gehälter der Mitarbeiter einzufrieren. Doch mit der richtigen Vorbereitung, guten Argumenten und einer cleveren Gesprächsstrategie erhöhen Sie Ihre Chancen, gutes Geld für gute Leistung zu bekommen.

Mitarbeiterführung: So bereiten Sie sich auf Ihr Gehaltsgespräch vor

1. Listen Sie Ihre Erfolge chronologisch auf. Ziehen Sie Resümee: Was haben Sie in der vergangenen Periode seit der letzten Gehaltserhöhung für das Unternehmen geleistet? Welchen konkreten Nutzen haben Sie dem Unternehmen bzw. Ihrem Vorgesetzten gebracht?

Tipp: Wenn Sie es nicht schon tun, sollten Sie gleich jetzt damit anfangen: Führen Sie ein Erfolgstagebuch, in dem Sie alle Ihre Leistungen und Erfolge lückenlos dokumentieren. Damit haben Sie nicht nur eine beeindruckende Auflistung für Gehalts- oder Aufstiegsverhandlungen, sondern auch eine Motivationshilfe für sich selbst, die Sie jederzeit zur Hand nehmen können. Sie haben also einen doppelten Nutzen!

Mitarbeiterführung: Welche Forderungen sind angemessen?

2. Ermitteln Sie, welche Forderungen von Ihrer Seite angemessen sind. Versuchen Sie, Informationen über das Gehaltsgefüge im Unternehmen zu erhalten, und recherchieren Sie Vergleichsgehälter für Ihre Position und Ihre Branche. Infos gibt es z. B. im Internet:

  • www.jobpilot.de
  • www.geva-institut.de
  • www.gehaltscheck.de
  • www.management-jobs.stepstone.de
  • www.gehaltsvergleich.com

Beziehen Sie die wirtschaftliche Situation Ihres Unternehmens in Ihre Überlegungen mit ein. Je nachdem, wie die Ertragslage zurzeit aussieht und welche Aussichten für die nahe Zukunft bestehen, können Sie Ihre Forderungen höher oder niedriger ansetzen.

Mitarbeiterführung: Fixieren Sie Ihre persönlichen Prioritäten

3. Definieren Sie Ihre persönlichen Prioritäten. Legen Sie schriftlich fest:

  1. Mit welcher Forderung steigen Sie in die Verhandlung ein?
  2. Wo liegt Ihre Untergrenze?
  3. Wie hoch wollen Sie pokern?
  4. Werden Sie Konsequenzen ziehen, wenn Sie keine Gehaltserhöhung erreichen?
  5. Oder sind Sie bereit, flexibel zu verhandeln und auch andere Leistungen jenseits einer Gehaltserhöhung zu akzeptieren?
  6. Welche Leistungen wären Sie bereit zu verhandeln?

4. Finden Sie den besten Zeitpunkt für das Gespräch. Der ist sicher dann gekommen, wenn Sie gerade einen besonderen Erfolg verzeichnen und damit die besten Argumente liefern können. Ein günstiger Zeitpunkt ist auch dann, wenn Ihr Vorgesetzter auf einer Erfolgswelle schwimmt oder das Unternehmen wieder im Aufwind ist und Ihre letzte Gehaltserhöhung schon eine Zeit zurückliegt. Sind keine begünstigenden Rahmenbedingungen gegeben, ist es ratsam auf einen passenderen Zeitpunkt zu warten.

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