Von Wolfram von Gagern, 27.07.2010

Kundendatenschutz: Apple verteidigt sich nach Kritik am iPhone

Wenn ein Nutzer eine Erlaubnis erteilt habe, würden die Daten nur anonymisiert weitergegeben. Das geht aus einem Antwortschreiben des Konzerns an die US-amerikanischen Abgeordneten des Repräsentantenhauses Edward J. Markey (Demokraten) und Joe Barton (Republikaner) hervor. Dies meldet Heise Online.

Kritik an neuen Datenschutztichtlinien von Apple

Hintergrund der Kritik war die Aktualisierung der Datenschutzrichtlinien durch Apple Ende Juni. Wer diesen Datenschutzrichtlinien zustimmt, räumt Apple das Recht ein, seine Positionsdaten zu speichern und an Partnerunternehmen weiterzugeben. Kritisiert wurde unter anderem, dass bei einer Ablehnung der Datenschutzrichtlinien die volle Funktionalität der Geräte nicht mehr gegeben sei. So sei bei einer vollständigen Ablehnung der Datenschutzrichtlinien beispielsweise die Nutzung eines iTunes-Store-Kontos nicht mehr möglich.

 

Apple bestreitet Verstöße gegen Datenschutzrichtlinien

Apple hat desweiteren abgewiegelt, dass die übermittelten Positionsdaten keine Informationen zum Gerät oder dem Benutzer enthalten würden. Es würden für die neue Werbeplattform von Apple „iAd“ zwar geografische Koordinaten gesammelt, diese würden jedoch nicht gespeichert, sondern sofort in eine Postleitzahl umgewandelt. Die an iAd teilnehmenden Werbetreibenden bekämen außerdem die Postleitzahlen nicht ausgehändigt, Appele selbst würde diese Daten nur 6 Monate speichern, um sie dann zu aggregieren. Der geneigte Leser und Datenschutzkundige fragt sich im Ergebnis eigentlich schon, warum denn überhaupt die Positionsdaten übermittelt werden. Ob sich die, laut Apple übrig bleibenden Informationen, die ja eigentlich nur aus „an dem und dem Tag befanden sich in diesem oder jenem Postleitzahlenbereich soundsoviel iPhoneträger“ bestehen kann, wirklich interessant sind, mögen Werbefachleute beurteilen. Mir scheint dies doch etwas fragwürdig.

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