Datenschutz: Schul-Laptops zur Spionage missbraucht
Medienkompetenz, das ist ja ein großes Stichwort bei der Ausbildung von Kindern und Jugendlichen. Die Stärkung der Medienkompetenz hatten vielleicht auch die zwei Schulen im US-Bundesstaat Pennsylvania im Sinn.
Da liegt es denn auch nah, den Schülern Laptops zur Verfügung zu stellen, was die Schulen auch für 2.300 Schüler taten.
Datenschutz: Schüler mit integrierten Webcams ausgespäht
Wie sich jetzt aber herausstellte, laut der Fachzeitschrift Computerworld, wurden jedoch die integrierten Webcams ohne Wissen der Schüler aktiviert und somit die Schüler ausgespäht. Aufgeflogen war das Ganze, nachdem eine stellvertretende Schulleiterin einem Schüler "ungebührliches Verhalten zu Hause" vorwarf, nämlich mit Drogen gehandelt zu haben und als Beweis ein Foto der Webcam des MacBooks vorlegte.
Datenschutz: Schule aktivierte Webcams per Fernsteuerung
Der Schuss ging nach hinten los: die Eltern erhoben Anklage gegen den Bezirk, die Staatsanwaltschaft und zwischenzeitlich auch das FBI ermitteln wegen möglicher Datenschutzverstöße. Die Schule bestätigte die Möglichkeit, die Kameras per Fernsteuerung zu aktivieren, dies sollte aber nur dazu dienen, bei Diebstahl des Geräts dieses wiederzufinden.
Datenschutz: Überwachung per Webcam war illegal
Kevin Bankston, Anwalt für die Electronic Frontier Foundation (EFF) sieht in der Maßnahme eine Verletzung der verfassungsmäßig garantierten Rechte der Schüler: "Der Schulbezirk hat genauso wenig das Recht, die Webcam zu benutzen wie Abhörgeräte in die Schulbücher einzubauen." Einen wirklich pragmatischen Tipp gab er den Schülern auch noch mit auf den Weg: sie sollen die Webcam mit Klebeband überkleben, wenn sie nicht gebraucht werde ….
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